VDA-Porträt Univ.-Prof. Dr. Sebastian Schütze

Promotion 1989 und Habilitation 1997 an der Freien Universität Berlin, langjährige Forschungs- und Lehrtätigkeit an der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut) in Rom, in den Jahren 2003-2009 Bader Chair in Southern Baroque Art an der Queen's University in Kanada und seit 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Wien.

Meine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der italienischen Kunst und Kunsttheorie der Frühen Neuzeit und ihrer europäischen Ausstrahlung. Besonders interessieren mich die Sozialgeschichte des Künstlers, die Kunstpatronage im päpstlichen Rom und die Malerei in Neapel. Einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt bilden die Wechselwirkungen zwischen Literatur und bildender Kunst von Dante, Petrarca, Tasso und Marino bis hin zu Nietzsche, George, Rilke und Hofmannsthal und damit die theoretischen und methodischen Herausforderungen im Spannungsfeld von Bildern und Texten.

An der Universität Wien betreue ich eine sehr internationale Gruppe von Doktoranden, als Zweitbetreuer bin ich regelmäßig auch in Italien, der Schweiz und Deutschland tätig. Den Studierenden versuche ich Theorien und Methoden anwendungsorientiert zu vermitteln, in der Überzeugung, dass Theorien und Methoden sich in der Anmessung an den historischen Gegenstand und die individuelle Fragestellung immer neu 'erfinden' müssen.