Kick-off Plenum

04.-06. Mai 2017 Payerbach

Am 01. April 2017 wurde eine neue Generation Fellows in die VDA "Theory and Methods in the Humanities" aufgenommen. Anfang Mai soll daher eine Retraite stattfinden, die sowohl als Kennenlernformat gedacht ist, als auch Möglichkeit zur Reflexion und Planung von zukünftigen Aktivitäten geben soll. Die Programmpunkte "Werkstattbericht" und "Mentoring" bieten zudem eine Präsentations- und Austauschplattform für Fellows und Leitungsteam.

VDA-Graduiertentagung Trash

VDA-Graduiertentagung TRASH 28/29 Jänner 2017 am Institut für Anglistik und Amerikanistik. Nähere Informationen folgen!

Deadline für Abstracts: 15. Oktober 2016

Normativität, Normalität, Normalismus. Konzeptuelle Zugänge zu Subjekt, Gesellschaft und Kultur

Interdisziplinäres Doktorandenseminar

Peter Becker / Andrea Griesebner

Norm, Normalität und Normaktivität/Normativität sind drei Begriffe, die in der Auseinandersetzung mit institutionellen, gesellschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Praktiken eine zentrale Rolle spielen. Sie waren in den letzten Jahrzehnten Gegenstand einer intensiven theoretischen Debatte, die Anregungen für unterschiedliche Forschungen bereitgestellt hat – von der Auseinandersetzung mit der Entstehung und Entwicklung des Vorsorgestaats (Francois Ewald) über die Debatten zur Heteronormativität (Judith Butler) bis hin zur Reflexion über die Rolle von Medien für die Vermittlung von Modellen körperlicher und psychischer ‚Normalität‘ (Jürgen Link).

In diesem Seminar wollen wir die wichtigsten theoretischen Anregungen diskutieren (v.a. Georges Canguilhem, Michel Foucault, Judith Butler, Donna Haraway, Francois Ewald, Jürgen Link, Nikolas Rose) und danach fragen, ob und inwiefern sie für die Projekte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hilfreich sein können. Während der ersten Sitzung werden wir daher gemeinsam die Lektüre für unsere Diskussionen erarbeiten und über das Format entscheiden – wöchentliche Sitzungen oder Blockseminar.

Anmeldung und nähere Infos hier.

DoktorandInnen-Workshop Erzählte Verwaltung

15. Jänner 2017, IWK Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien

PROGRAMM UND READER

 

Programm:

9.00-10.00 Andreas Enderlin (Uni Wien): Aktenstücke aus der Hölle

10.00-11.00 Evelyn Knappitsch (Uni Wien): Dämona und Kaiserin Elisabeth

11.00-11.15 Kaffee-Pause

11.15-12.15 Anna Hellmerich (Uni Wien): Herr Schlendrian

12.15-13.30 Mittagspause: Gasthaus Rebhuhn Berggasse 24, 1090 Wien

13.30-14.30 Katharina Krcal (LMU): Joseph Roth, Das falsche Gewicht & Thomas Assinger (Uni Wien): Heimito von Doderer, Die Strudlhofstiege

14.30-15.30 Anat Benzvi (LMU/Princeton): Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften

15.30-15.45 Kaffee-Pause

15.45-16.45 Andrew Nelson (LMU/Princeton): Robert Walser

16.45-17.45 Matthias Kandziora (LMU): Uwe Tellkamp, Der Turm

Archivworkshop: Quellen zur Geschichte des Internationalismus

Der Workshop wird sich auf die Diskussion der Bestände von zwei Archiven konzentrieren, die wichtige Einblicke in die Geschichte des Internationalismus des 19. und 20. Jahrhunderts ermöglichen. Diese beiden Archive - das Archiv des Vereins für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung und das Rothschild Archive - dokumentieren unterschiedliche Aspekte einer zunehmenden internationalen Zusammenarbeit im Bereich von Wirtschaft, Politik, Recht und Technologie. Nach der Vorstellung der beiden Archive gibt es die Möglichkeit, gezielt das Vorhandensein von Archivbeständen für einzelne Projekte anzusprechen.

Programm:
14.00-15.00
Michaela Maier, Georg Spitaler (VGA Wien):
Internationale Aktivitäten und Vernetzungen der österreichischen Sozialdemokratie
16.00-17.00
Melanie Aspey (Rothschild Archive, London):
Archives Beyond Borders: enabling global research

07.12.2016
Vorwärts-Haus
Rechte Wienzeile 97
1050 Wien

‚Geschichte‘ als Kulturtheorie. Zur Historizität einer Wissensform.

Blockseminar Vienna Doctoral Academy: Theory and Methodology in the Humanities
WS 2016

DI 25.10.2016 15.00-18.00 Ort: Medienraum des Instituts für Geschichte  Hauptgebäude, 2.Stock;
DO 03.11.2016 10.00-13.00 Ort: Medienraum des Instituts für Geschichte  Hauptgebäude, 2.Stock;
DI 08.11.2016 15.00-18.00 Ort: Medienraum des Instituts für Geschichte  Hauptgebäude, 2.Stock;
27.10. (15-18), 3.11. (15-18) und 10.11.2016 (15-17) Seminarraum 4  Oskar-Morgenstern-Platz 1, 1.Stock

Das geläufige Verständnis von „Geschichte“ enthält eine semantische Doppelstruktur – Geschichte als Prozess vergangenen Geschehens sowie als ästhetisch fundierte Form der Darstellung des Geschehens (Narrativität, Metaphorologie). Vor der Mitte des 18. Jahrhunderts war diese Doppelbedeutung von „Geschichte“ unbekannt. Sie setzt einen vielschichtigen Vorgang frühneuzeitlicher Komplexitätssteigerung globaler Geschehenszusammenhänge sowie die Formierung und Ausdifferenzierung neuer Wissensformen voraus, in denen Menschen sich selbst als kulturelle Wesen beschreiben. In Nachbarschaft der Anthropologie und aus ihr abgeleitet formieren sich andere Formen kultureller Selbstreflexion. Neben der Ästhetik (v.a. Literatur) insbesondere die „Geschichte“ als Wissenschaft vom Menschen. Die Selbstbeschreibung des Menschen im Medium der „Geschichte“ tritt fortan mit dem Anspruch eines absolutistischen Historismus auf, der sämtliche Geistes- und Humanwissenschaften durchzieht. Bereits in der „Krise des Historismus“ um 1900 wird die Plausibilität der „Geschichte“ als Wissensform jedoch brüchig, und das 20. Jahrhundert lässt sich als Schwundstufendiskurs der „Geschichte“ beschreiben, u. a. ausgelöst durch den Plausibilitätsverlust linearen Prozessdenkens, den Aufstieg neuer Medien (Fotografie, Film) sowie des Postkolonialismus. Ob „Geschichte“ unter diesen Bedingungen noch eine hinreichende symbolische Form der Welterschließung (Cassirer) ist, ist eine ebenso offene Frage wie die nach dem Profil einer erneuerten „Historie“ nach der „Geschichte“.

Ziel des Seminars ist es, diese transdisziplinär-kulturwissenschaftliche Fragestellung jenseits der „Geschichte“ als Fachdisziplin anhand exemplarischer Texte und Diskurse über „Geschichte“ vom ausgehenden 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart zu diskutieren – von Schiller, Kant und Hegel über Nietzsche, Benjamin und Kracauer bis zu A. Gehlen und postkolonialen Kritikern wie Edouard Glissant, Dipesh Chakrabarty, Stuart Hall u.a.

 

Literatur zur Einführung.

Reinhard Blänkner, Historische Kulturwissenschaft im Zeichen der Globalisierung, in: Historische Anthropologie 16 (2008), S. 341–372.

Ders., Geschichte und Geschehen. Zur Historizität der „Geschichte“ als Wissensform, in: Friedrich Wilhelm Graf/Edith Hanke/Barbara Picht (Hg.), Geschichte intellektuell. Theoriegeschichtliche Perspektiven, Tübingen 2015, S. 38–55.

Vortrag "Geschichte und Geschehen. Zur Historizität der 'Geschichte' als Wissensform."

Vortrag von Reinhard Blänkner: Geschichte und Geschehen. Zur Historizität der „Geschichte" als Wissensform.
Mittwoch, 9. 11. 2016, 18:30, HS am Institut für Osteuropäische Geschichte, Campus der Universität Wien, Spitalgasse 2, Hof 3, 1090 Wien.

Interdisziplinärer Workshop „Vom (fehlenden) Objekt zum Exponat. Wege und Widerstände der Musealisierung“

Die Museumsszene boomt. Wie Pilze sprießen überall neue Häuser aus dem Boden. Es gibt so gut wie nichts, dass es nicht gibt. Sogar in einer einzigen Stadt wie Wien gibt es mittlerweile mehr als 100 Institutionen, darunter einerseits mehr oder weniger klassische Kunst-, Naturkunde-, oder Kulturhistorische Museen, aber auch zunehmend skurrilere wie das Mistmuseum, das Schnapsmuseum, das Rauchfangkehrermuseum, das Zauberkastenmuseum, das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch oder das Esperanto-Museum. Wenn sogar eine Sprache ein Museum haben kann, ist vielleicht tatsächlich alles möglich. Aber wie eigentlich? Wie entsteht ein Museum? Wie wird aus einem oder mehreren Alltagsobjekten ein Museumsexponat, eine Sammlung, und gar eine Ausstellung? Gibt es Objekte oder Themen, die sich einer Musealisierung widersetzen? Und in Zeiten zunehmender Digitalisierung und virtueller Ausstellungen – was genau ist eigentlich ein Museum? Der interdisziplinäre Workshop beschäftigt sich mit genau diesen Fragen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Es ist keine besondere Expertise erforderlich – nur Spaß am Diskutieren und Interesse für die angegebenen Fragestellungen.
Wir bitten um Anmeldung unter maren.waffenschmid@gmail.com und/oder christina.lengauer@univie.ac.at

23.-­25. September 2016

Getting into the zone: Schreibworkshop für DoktorandInnen

In diesem maßgeschneiderten Workshop erlernen DoktorandInnen der Vienna Doctoral Academy Theory and Methodology in the Humanities kreative Schreibtechniken und erhalten viele nützliche Tipps zu Themen wie Zeitmanagement, Organisieren von Notizen oder Lösen von Schreibblockaden.

Termin: 17. September 2016

Nähere Informationen zum Workshop im Kursangebot des DoktorandInnenzentrums

Allotria - Das anthropologische Apriori des Flüchtlings (Derrida, Aristoteles, Arendt)

Vortrag Anselm Haverkamp
Bemerkungen ausgehend von einem unveröffentlichten Derrida-Text

07.06.2016, 17:00
HS am Institut für Osteuropäische Geschichte, Campus der Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 3, 1090 Wien

Kick-off Veranstaltung 18.5.2016 Universitätssternwarte

Programm:

Eröffnung durch die Dekane der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät  

Vorstellung der VDA und des Leitungsteams durch die Sprecherin der VDA Prof. Dr. Eva Horn   

Kooperationen: Prof. Fatima Naqvi (Rutgers University)   

Vorstellung der Doktorandinnen und Doktoranden der VDA  

Festvortrag: Prof. Dr. Sybille Krämer (Freie Universität Berlin)
Materialität, Medialität, Performativität: Warum Theorien mehr als Moden in den Geisteswissenschaften sind 

Buffet   

20:30 Uhr Refraktorführung mit Astronom: Blick durch das große Linsenfernrohr der Universitätssternwarte  

Bildergalerie Kick-off