Zielsetzung

Die Universität Wien ist gemäß ihres Entwicklungsplans bestrebt, ihre institutionelle Verantwortung für das Doktoratsstudium zusätzlich durch die Schaffung adäquater Unterstützungsstrukturen für DoktorandInnen wahrzunehmen. Daher werden mit 1. März 2016 die ersten Vienna Doctoral Academies/Vienna Doctoral Schools (VDA/VDS) an der Universität Wien eingerichtet. Nach der ersten Phase der Ausschreibung im Jahr 2014 wurden unterschiedliche Typen von Unterstützungsstrukturen, VDA und VDS, in die Ausschreibung aufgenommen. 

 

Vienna Doctoral Academies/Vienna Doctoral Schools (VDA und VDS)

Ziel der VDA und VDS ist es, die engagiertesten DoktorandInnen und BetreuerInnen zusammenführen und DoktorandInnen und BetreuerInnen als Plattform für fachübergreifenden, transdisziplinären Austausch zu dienen. Sie sollen zur Qualitätssteigerung im Bereich der Förderungen von Doktorandinnen und Doktoranden beitragen und die Betreuungsstrukturen deutlich verbessern.

Darüber hinaus sollen  VDA und VDS die Fähigkeit von DoktorandInnen und BetreuerInnen fordern und fördern, sich in die interdisziplinäre Kommunikation einzubringen, d.h. die Fähigkeit entwickeln, die eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse in fachübergreifenden Kontexten zur Diskussion zu stellen und an Diskussionen teilzunehmen, auch wenn diese auf einem Gebiet geführt werden, welches nicht genau im jeweiligen Feld des Doktoratsprojektes angesiedelt ist.

Die VDA und VDS sollen zudem die Sichtbarkeit des Doktoratsstudiums an der Universität Wien erhöhen und die interne Kohortenbildung und Gruppenidentität der aufgenommenen DoktorandInnen und BetreuerInnen gewährleisten.

  • In den VDS werden bestehende DoktorandInnenstellen zusammengeführt und Stellen gebündelt ausgeschrieben. VDS fördern deshalb insbesondere die Gruppenidentität und Kohortenbildung durch institutionalisierten fachlichen Austausch und die Qualitätssicherung nach innen sowie die Sichtbarkeit der Doktoratsförderung nach außen.
  • VDA werden in Bereichen eingerichtet, in der eine Vielzahl von DoktorandInnen finanziell nicht oder über sehr vielfältige Formen gefördert werden. Bei den VDA steht neben Förderung der Gruppenidentität und Kohortenbildung die zeitgerechte und qualitätsgesicherte Durchführung des Doktorats durch verbesserte Betreuungsmechanismen im Vordergrund.

Die Einrichtung der sieben VDA/VDS erfolgt basierend auf einer kompetitiven Ausschreibung, die 2014 vom Rektorat initiiert wurde. Von den 19 eingereichten Projekten wurden von einer Fachjury unter der Beteiligung internationaler ExpertInnen, die vielversprechendsten Projekte ausgewählt. Auf Grund des Vorschlags der Fachjury hat das Rektorat Ende 2015 die Einrichtung der sieben VDA/VDS beschlossen.

Vizerektor Heinz Faßmann zur Zielsetzung

Vizerektor Heinz Faßmann

"Die VDA/VDS, von meiner Vorgängerin, Susanne Weigelin-Schwiedrzik, in die Wege geleitet, sind ein wesentliches Element einer modernen und qualitativ hochstehenden Doktoratsausbildung“, kommentiert der dafür zuständige Vizerektor Heinz Faßmann und kündigt gleichzeitig die Weiterentwicklung dieses Instruments an. „Aus der Erfahrung mit den nun installierten VDA/VDS werden wir lernen, Stärken und Schwächen analysieren und die Architektur an der einen oder anderen Stelle verändern".