Aktivitäten der VDA

Zusatzangebote in Lehre/Soft skills

Workshops („Laboratories in Legal Writing and Communication“) sollen Fähigkeiten im Bereich der wissenschaftlichen Textproduktion festigen und vertiefen; ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung von professionellen Präsentationstechniken. In Zusammenarbeit mit dem DoktorandInnenzentrum und der DLE Nachwuchsförderung werden darüber hinaus auch Workshops zur Antragstellung und Einwerbung von Drittmitteln abgehalten werden.

 

Interdisziplinäre wissenschaftliche Impulse durch Vorträge und Konferenzen

DoktorandInnen erhalten im Rahmen der VDA die Möglichkeit, selbständig Gast­vorträge und Konferenzen zu organisieren und für diese extern Mittel einzuwerben.

 

Regelmäßige Workshops („Socratics“)

Regelmäßige Treffen („Socratics“) geben den TeilnehmerInnen die Gelegenheit, ihre Forschung unter einander zu präsentieren und zu diskutieren. Dadurch wird nicht nur die Fähigkeit zur Präsentation und kritischen Analyse eigener Texte trainiert; durch das Zusammentreffen von JungwissenschaftlerInnen verschiedener rechtswissenschaftlicher Disziplinen wird dadurch auch die transdisziplinäre Kompo­nente der VDA forciert.

 

Herausgabe der University of Vienna Law Review (VLR)

Ein international sichtbares Resultat der VDA ist die University of Vienna Law Review. Diese Open-Access-Zeitschrift bietet Mitgliedern der VDA die Möglichkeit zur Publikation ihrer Forschung, vorzugsweise auf Englisch (alternativ Französisch oder einer anderen weit verbreiteten Fremdsprache).

Zur Veröffentlichung in der University of Vienna Law Review sind sowohl Artikel mittleren Umfangs (20-40 Seiten) als auch Kurzzusammenfassungen exzellenter Dissertationen („Summaries“) vorgesehen. Vor Veröffentlichung werden die Beiträge einer Peer Review durch österreichische und internationale WissenschaftlerInnen und ExpertInnen unterzogen.

Die wissenschaftliche Qualität des VLR, welches als offizielle Publikation der Rechtswissenschaftlichen Fakultät auftritt, wird durch die Mitwirkung der Leitung der VDA und der DissertationsbetreuerInnen sowie interner und externer ExpertInnen (peer review) sichergestellt.

 

 

Aktivitäten - Rückblick

Socratic-Seminar im Schloss Seggau in der Südsteiermark

Wissenschaftlicher Diskurs im frühherbstlich-malerischen Ambiente 

Elf Fellows der rechtswissenschaftlichen Vienna Doctoral Academy (Georg Brameshuber, Julius Schumann, Ralph Janik, Kevin Labner, David Messner, Stephanie Nitsch, Günther Schaunig, Aleks Semerciyan, David Tritremmel, Felix Zopf, Herwig Mitter) genossen von 11. bis 13. Oktober 2018 im Schloss Seggau in der Südsteiermark die exklusive Möglichkeit, ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten auch außerhalb der gewohnten vier Wände der Wiener Universität zu erproben. Die Herbstfrische trug Früchte: Unter der gewohnt harmonisch-kritischen Leitung von Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz-Stefan Meissel und Univ.-Prof. MMag. Dr. Michaela Windisch-Graetz stellten die Fellows unter Beweis, dass sie ihr ausgeprägtes Sensorium für wissenschaftsadäquates Schreiben mit Hilfe der regelmäßig abgehaltenen Socratic-Sessions gezielt weiterentwickeln konnten.  

Die sechs Texte umfassten die Einführung einer Mehrwertsteuer auf der Arabischen Halbinsel  (Georg Brameshuber), historische Aspekte des Notstandsrechts im ABGB (David Messner, Auszug aus der Dissertation), Forschungsregulierung durch Förderung (Herwig Mitter), Angehörigenschmerzengeld nach österreichischem und deutschem Recht (Stephanie Nitsch), die Ratio eines Obiter Dictum in der Zulassung nach § 502 ZPO (Julius Schumann) und Überlegungen zur Ehe im Wandel auf Grundlage aktueller Judikatur des Verfassungsgerichtshofs (David Tritremmel).

Wie die vergnüglichen Tagesausklänge bei Speis und Trank offenbarten, erfreuen sich die Fellows nicht nur am gemeinsamen fachlichen Diskurs: Angeregt-emotionale Diskussionen über die einstmals glorreichen Zeiten eines – von den Fellows unterstützten – berühmten Wiener Arbeiterfußballvereins („Auf die Grünen“!) durften ebensowenig fehlen wie gemeinsames Mitfiebern beim abendlichen Länderspiel der Österreichischen Fußballnationalmannschaft. Das Wochenende wurde so zum „Gewinn auf allen Linien“: 1:0 für uns.       

Sommerdiskurs der Universität Wien aus Wirtschaft, Recht und Kultur 2018: 10-jähriges Jubiläum

„Sicherheit und Rationalität“

1.-3. August 2018 | Strobl/Wolfgangsee

Georg Brameshuber / Maria Sagmeister / Felix Zopf

„Sicherheit und Rationalität“ – unter diesem Generalthema stand der Sommerdiskurs der Universität Wien aus Wirtschaft, Recht und Kultur 2018 in Strobl am Wolfgangsee, der in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feierte. Auch in diesem Jahr bildeten Vorträge, Panels und Workshops sowie ein vielseitiges kulturelles Programm den Rahmen der dreitägigen Veranstaltung in der sommerlichen Zurückgezogenheit des Salzkammergutes.

Initiiert und konzipiert wurde der Sommerdiskurs vor 10 Jahren von Franz-Stefan Meissel (Universität Wien). Im Sommerdiskurs präsentiert sich die Universität Wien als öffentlicher Raum, als Ort der sozialen Interaktion, als Forum des Nachdenkens und der Diskussion. Aufgrund des überschaubaren Kreises der TeilnehmerInnen eignet sich der Sommerdiskus besonders zum intensiven Gedankenaustausch. Dazu bietet das jährlich parallel stattfindende Internationale Sommerprogramm der Sommerhochschule (SHS), die seit 1949 jährlich im Salzkammergut abgehalten wird, und nächstes Jahr das 70-jährige Jubiläum feiert, auch einen intensiven Austausch zwischen den Generationen. Auch in diesem Jahr bewährte sich die erfolgreiche Zusammenarbeit von Sommerhochschule und Sommerdiskurs unter der gelungenen Organisation von Nina Gruber und Verena Bauer. 

Das diesjährige Generalthema „Sicherheit und Rationalität“ wurde von hervorragenden WissenschafterInnen und ExpertInnen in Vorträgen und Diskussionen auf die Rationalität kollektiver Entscheidungsfindung hin untersucht. Dabei standen die kognitive Basis individueller und kollektiver Entscheidungsfindung und die Entscheidungsfindungsprozesse aus ökonomischer Sicht im Mittelpunkt. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten „Cyber Security” und Autonome Systeme im Rahmen von Impulsreferaten und Podiumsdiskussionen.

Eröffnet wurde der Sommerdiskurs durch die Vorträge „Decision Making and Rational Choice from an Ecomomic Perspective“ von Martin Kocher (Institut für Höhere Studien/Universität Wien) und „How to Make Decisions? The Cognitive Basis of Individual and Collective Decision Making“ von Natalie Sebanz (Central European University). Martin Kocher behandelte dabei zentrale Elemente rationaler Entscheidungsfindung auf individueller sowie auf kollektiver Ebene. Individuen und Unternehmen sowie die Politik handeln nicht immer unter dem Postulat der rationalen Entscheidungsfindung und gehen dabei nicht immer eigennützig vor. Dadurch wird die zentrale Annahme der traditionellen Volkswirtschaftslehre, wonach der Mensch als homo oeconomicusverstanden wird, zurechtgerückt. Abschließend strich Kocher das Ziel der „Behavioral Ecomomics“ hervor, als Untersuchung der systematischen Abweichungen vom traditionellen Modell des homo oeconomicus

Nathalie Sebanz sprach zum Einfluss unbewusster Prozesse auf die Entscheidungsfindung und zu kollektiven Entscheidungsprozessen. Sie stellte eine Reihe empirischer Studien zu beiden Fragestellungen vor und besprach sowohl Potentiale als auch Risiken der darin aufgezeigten Befunde. Kollektive Entscheidungsprozesse sind gerade für politische und gesetzgeberische Entscheidungen von Bedeutung. Auf die Rolle soziologischer Erkenntnisse für die Gestaltung von Demokratie wurde in der Diskussion eingegangen. 

Eine Mischung aus verschiedenen Themen und Aspekten gab es bei den Impulsreferaten und der Podiumsdiskussionzu „Autonomous Systems: Opportunities, Challenges, and Risks” unter der Moderation vonKlaus Taschwer (Der Standard). Den Auftakt machte Tobias Gantner (HealthCare Futurists) mit einem Ausblick in die Zukunft der Medizin. Dabei ging er vor allem auf Chancen durch „3D printed medicine“ und die Verbesserung der Diagnostik durch Algorithmen unter Zuhilfenahme von großen Datenmengen ein. Susanne Beck (Leibnitz Universität Hannover) machte den Auftakt zur Analyse von rechtlichen Problemen durch autonome Systeme. Sie strich das Problem der Diskriminierung durch Algorithmen heraus, da diese – ebenso wie Menschen – Vorurteile haben können. Anschließend thematisierte Beck das Problem der strafrechtlichen Verantwortung und stellte das Konzept der Zwischenschaltung von Menschen in den Entscheidungsprozessen vor. Dies soll weiterhin die (strafrechtliche-) Verantwortung für Handeln ermöglichen. Anschließend beschäftigte sich Iris Eisenberger (Universität für Bodenkultur Wien) mit dem maschinellen Lernen und den rechtlichen Konsequenzen. Sie zeigte anhand aktueller Bespiele die Gefahren auf und stellte die Herausforderungen bei der Regulierung dar. Helmut Hanusch (Verbandes Österreichischer Zeitungsherausgeber und -verleger) unterbrach den Reigen der juristischen Ausführungen und beleuchtete die Auswirkungen von autonomen Systemen auf den Journalismus. Hierbei wies Hanusch vor allem auf die Gefahren durch automatisierten Journalismus für die Qualität hin. Abschließend beschäftigte sich Julian Pehm (Institut für Europäisches Schadenersatzrecht an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften/Vienna Doctoral Academy) mit der Frage von verschiedenen zivilrechtlichen Haftungsmodellen für autonome Systeme. Dabei zeigte er anhand verschiedener Regelungen in einigen Staaten die Vielfalt an Lösungsansätzen auf.

Interessante Anwendungsfälle standen im Mittelpunkt der Impulsreferate und der Podiumsdiskussion zur „Rationalität kollektiver Entscheidungsfindung“ unter der Moderation von Franz-Stefan Meissel (Universität Wien). Es berichteten Aurel Schubert (Europäische Zentralbank), Siegward Schier und Jürgen Wimmer (beide Landesverteidigungsakademie/Institut für Höhere Militärische Führung) sowie Elisabeth Lovrek (Präsidentin des Obersten Gerichtshofs/Universität Wien) aus der Entscheidungsfindung in der Praxis der genannten Institutionen. Einleitend referierte Elisabeth Lovrek über die Entscheidungsfindung in den Senaten beim Obersten Gerichtsgerichtshof. Lovrek zeigte durch einen Zeitsprung ins Römische Reich die Zeitlosigkeit des Problems auf. Wichtige Elemente für die Entscheidungsfindung sind die Zusammensetzung des Senates und die Kontinuität von Rechtsprechungslinien sowie die Rolle des Vorsitzenden. Anschließend stellte Aurel Schubert den Entscheidungsfindungsprozess der Europäischen Zentralbank dar, der unter dem Motto des „Evidence based Policy Making“ steht. Dass dies von den Präsidenten der EZB im Laufe der Geschichte unterschiedlich ausgelegt wurde, konnte in der lebhaften Diskussion nachverfolgt werden: Von Duisenberg’s „I'm here, but I don't listen“ und Trichet’s tagelangen Diskussionen bis zu Draghi’s auf maximal 90 Minuten anberaumten Sitzungen im „Executive Style“. Siegward Schier erläuterte im Anschluss die Rationalität kollektiver Entscheidungsfindung im österreichischen Bundesheer in der Theorie. Hierbei ist das Zusammenspiel zwischen dem Individuum (Kommandant) und dem Kollektiv (Generalstab) wesentlich um eine einheitliche Führung in besonderen Stresssituationen sicherstellen zu können. Um eine hohe Führungsleistung gewährleisten zu können, strich Schier das Führungsprinzip „Führen durch Auftrag“ des österreichischen Bundesheeres heraus. Dabei wird durch eine klare Auftragserteilung, der Freiheit bei der Wahl der Mittel und der Gewährleistung von selbständigen Handeln unter Umklammerung von Gehorsam, Disziplin und Initiative auf Basis von einem wechselseitigen Vertrauen das Ideal einer hohen Führungsleistung erreicht. Diesen theoretischen Unterbau bereicherte Jürgen Wimmer in seinem Impulsreferat über die praktische Entscheidungsfindung im Militär als Beitrag zur Umsetzung strategischer Interessen. Im Zentrum seines Vortrags stand Klausevits‘ Zitat „Die Schlacht muss dem Kriegszweck dienen“, dessen Aussage sich auf folgende Fragen der Entscheidungsfindung zusammenfassen lässt: Sind die Mittel (Means) ausreichend? Besteht Klarheit über die Ziele (Ends)? Besteht ausreichend Koordination (Ways) zwischen den gegebenen Mitteln und den projizierten Zielen? Tragische Beispiele der jüngeren Zeitgeschichte – von Somalia, über Rwanda bis zu Srebrenica – zeigen die Gravität der Entscheidung. Anschließend ergab sich eine interessante Diskussion mit hochkarätige DiskutantInnen DiskussionsteilnehmerInnen, die ihre Sicht aus der Praxis schilderten.

Nachmittags konnten die TeilnehmerInnen unter vier Workshops wählen, in denen sich jeweils in kleinerer Runde Gelegenheit zur Diskussion bot. Judith Kohlenberger (Wirtschaftsuniversität Wien) lieferte einen Einblick in philosophische Grundlagen der Erkenntnistheorie und forderte die TeilnehmerInnen zum Gedankenexperiment „Gehirn im Tank“ heraus. Oliver Rathkolbs (Universität Wien) Workshop widmete sich der Frage des Erfolgs von Volksbegehren anhand historischer Beispiele aus Österreich. Im Workshop von Bernhard Schima (Europäische Kommission) wurden Entscheidungsprozesse innerhalb der Europäischen Kommission vorgestellt und diskutiert. Um die individuelle Wahlentscheidung und die dahinterliegende Ratio ging es im Workshop von Sylvia Kritzinger (Universität Wien).

Der zweite Tag des Sommerdiskurses verklang würdig im Rahmen eines Kammerkonzerts mit den Mitgliedern der Wiener Philharmoniker in der Kirche in Strobl zu den Klängen von Wolfgang Amadeus Mozart. Dieses ist, wie jedes Jahr, der Öffentlichkeit zugänglich und schafft so die Möglichkeit zum Austausch mit der Bevölkerung und den Gästen des Salzkammergutes.

„Everyone is a potential targetund „Fake News are the new threat“: Im Rahmen der Begrüßung und Vorstellung der ReferentInnen eröffnete Nikolaus Fórgo (Universität Wien) mit zwei Thesen zur Diskussion „Cyber Security“ den letzten Tag des Sommerdiskurses. Der Trend zeigt, dass in einer Auseinandersetzung kein Unterschied zwischen zivilen und militärischen Einrichtungen gemacht wird. Und zum zweiten: Die Bedrohungslage verlagert sich weg von traditionellen Sicherheitsproblemen hin zu infiltrierenden Aktionen, deren Eingriffe auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Diesen Thesen folgend referierten Peter Deckenbacher (Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport/Landesverteidigungsakademie), Christof Tschohl (Research Institute/Zentrum für digitale Menschenrechte), Sonja Dürager (bpv Hügel Rechtsanwälte) und Ralph Janik (Universität Wien/Vienna Doctoral Academy). Peter Deckenbacher erläuterte in seiner Funktion als stellvertretender Kommandant des Kommandos „Führungsunterstützung und Cyber Defense“ die fünfte Domäne des österreichischen Bundesheers, den Cyber-Raum. Dabei standen die Abwehr von Cyber-Angriffen und die Rolle des Bundesheeres in der Zusammenarbeit mit Polizei und Zivilgesellschaft im Zentrum seines Vortrages. Christof Tschohl ging auf die datenschutzrechtlichen Aspekte von „Cyber Security” ein. Im Kern seiner Thesen steht die Auffassung, dass Technologien sich am Menschen zu orientieren haben (Human Dignity by Design) und die Grenzen der Menschenrechte zu wahren haben (Privacy by Design). Das Fazit der jüngsten Entwicklungen: Die EU-Datenschutz-Grundverordnung hat nun Anliegen des Datenschutzes von einer gesellschaftlichen Verantwortung (social responsibility) auf die Ebene der Regelkonformität (compliance) gehoben und insofern neue Standards gesetzt. Im Anschluss referierte Sonja Dürager über „Know How“ als eine neue Erscheinungsform im Immaterialgüterrecht. Dürager ging dabei auf die technischen und organisatorischen Aspekte und Maßnahmen ein, die für das Erlangen von rechtlichem Schutz für „Know How“ erforderlich sind. Abschließend ging Ralph Janik auf die Aspekte des internationalen Rechts ein, die sich im Zusammenhang mit „Cyber Security”“ stellen. Fraglich ist, ob der Anwendungsbereich traditioneller Konzepte der staatlichen Souveränität und der staatlichen Verantwortung sowie des Kriegsvölkerrechts (ius ad bellound ius in bello) auf die „Cyber Security“ übertragen werden können. Ein weiteres Spannungsfeld wird durch die neuen Maßstäbe der „Cyber Spionage“ eröffnet. Anschließend an Tschohl stellte auch Janik die Frage, ob die universellen Menschenrechte im Zusammenhang mit „Cyber Security“ und der Bekämpfung von Fake News besonderen Anforderungen ausgesetzt sind.

Abgeschlossen wurde der Sommerdiskurs von einem Kunsthistorischen Gespräch mit Daniel Uchtmann (Kunsthistorisches Museum Wien), der im Werk „Gefangennahme Simsons“ von Anthonis van Dyck das Opfer aus Vernunft anhand des divergenten Heldenpaars Simson und Delila erörterte. Unter Darstellung des Werks in einer Kopie erläuterte Uchtmann in einer Gegenüberstellung mit einem Werk von Peter Paul Rubens die Emanzipation des Schülers van Dyck von seinem Lehrmeister Rubens. Darüber hinaus ist der biblische Kontext von Simson und Delila im Buch der Richter ein beeindruckendes Beispiel für die Zerrissenheit aufgrund unvereinbarer Positionen, die bis zum prototypischen Selbstmord(-attentat) führten. 

Zum Abschluss klang der Sommerdiskurs mit einer Bootsfahrt von Strobl über den Türkis schimmernden Wolfgangsee nach St. Wolfgang und einem traumhaften Gala-Dinner im „Weißen Rössl“ in gelockerter Atmosphäre aus. 

Rekordteilnahme beim Mittsemester-Socratic in Wien

Auch die kürzlich neu aufgenommenen Fellows nehmen das Spezialseminar begeistert an.

Das am 4. Mai 2018 ganztägig abgehaltene Mittsemester-Socratic war ein eindrucksvoller Beweis für die außergewöhnliche Vitalität und wissenschaftliche Unternehmungslust im Rahmen der rechtswissenschaftlichen Vienna Doctoral Academy: Hervorgerufen durch die reiche Publikationstätigkeit der Fellows, traten diese an die Leitung der Vienna Doctoral Academy mit der Bitte heran, zusätzlich zu den beiden Hauptsocratics im Sommer und Winter auch einen Frühjahrstermin abzuhalten. Die Initiative fand bei den Seminarleitern, Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz-Stefan Meissel und Univ.-Prof. MMag. Dr. Michaela Windisch-Graetz, freudige Zustimmung; ein Termin war rasch gefunden. Der Andrang zum Socratic war – in der jungen Erfolgsgeschichte des Formats bisher einmalig – so groß, dass einige Fellows mit ihren eingereichten Manuskripten auf die nächste Session im Sommer vertröstet werden mussten. Eine Wartezeit freilich, die man angesichts des wertvollen Feedbacks gerne in Kauf nimmt: „Die Kritik der Fellows ist sehr hilfreich zur Überprüfung, ob auch eher fachfremde Leserinnen und Leser meine Texte verstehen“, sagt Maria Lee, Dissertantin im Bereich der Rechtsphilosophie.  

Die sieben intensiv diskutierten Texte stellten insgesamt unter Beweis, dass auch junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowohl „in die Breite“ als auch „in die Tiefe“ zu gehen vermögen. Die Texte umfassten grundlegende Reformaspekte des irregulären Aufenthalts Fremder im Rahmen der Europäischen Union (Kevin Fredy Hinterberger, Auszug aus der Dissertation), Rolle und Stellenwert der Demokratie im Völkerrecht unter Einbeziehung politikwissenschaftlicher Perspektiven (Ralph Janik), die Bindungswirkung des gerichtlichen Geständnisses im Zivilprozess (Kevin Labner, Auszug aus der Dissertation), Viktimisierungserfahrungen und Strafeinstellungen unter Polizistinnen und Polizisten aus kriminologischer Sicht (Nora Markwalder/Monika Simmler/Monika Stempkowski), die Haftung für das Verhalten Dritter bei der Locatio Conductio als Analyse des klassischen Römischen Rechts (David Tritremmel, Auszug aus der Dissertation), grundlegende methodische Fragen zu Analogie und planwidriger Lücke an der Schnittstelle von materiellem Recht und Prozessrecht (Felix Zopf) und grundrechtliche Überlegungen in Bezug auf das Rückwirkungsgebot begünstigender Strafgesetze nach Art 7 EMRK im Verwaltungs-, Finanz- und Kriminalstrafrecht (Jennifer Capelare/Günther Schaunig).

Kulinarische Genüsse im Rahmen der Mittagspause rundeten den in jeder Hinsicht gelungenen Seminartag ab. Felix Zopf, kürzlich aufgenommener Fellow vom neu gegründeten Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht, im treffenden O-Ton: „Dieses Format bietet die einmalige Möglichkeit, fundiert-kritisches Feedback von fachlich hervorragenden Kolleginnen und Kollegen zu bekommen. Unsere Texte können wir damit wesentlich verbessern und so im stetigen Wettbewerb der Ideen den entscheidenden Vorsprung herausholen.“

Alle Jahre wieder zu Jahresbeginn: Voller Erfolg für das Intensivseminar in Haus im Ennstal

Das exklusive Socratic-Format findet wiederholt begeisterte Zustimmung und etabliert sich als Alleinstellungsmerkmal der rechtswissenschaftlichen Vienna Doctoral Academy   

Von 7. bis 10. Januar 2018 kam eine Gruppe von Fellows der Vienna Doctoral Academy „Communicating the Law“ zum nunmehr zweiten Mal zu einem Seminar in Haus im Ennstal zusammen. Gemeinsam mit Akademieleiter Vizedekan Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz-Stefan Meissel und Univ.-Prof. MMag. Dr. Michaela Windisch-Graetz bezogen die Fellows das eigens angemietete Kolping-Ferienhaus in freudiger Erinnerung an die gelungene Premiere des vergangenen Jahres. Unter Anleitung der Professoren machten die Fellows wieder von der einzigartigen Möglichkeit Gebrauch, ihre Forschungsideen mit einem qualifizierten und interessierten Fachpublikum zu teilen. Den Erfolg des Formats beweist mittlerweile auch eine begehrte Auszeichnung: Frau Professor Windisch-Graetz eroberte für ihre engagierte Mitgestaltung dieser Socratic-Sessions kürzlich den Teaching Award der Universität Wien 2017 in der Kategorie „Peer Feedback geben und nehmen“.     

Das auch heuer sehr breite inhaltliche Spektrum umfasste Texte von David Tritremmel (Auszug aus der Dissertation „Die Haftung für das Verhalten Dritter bei der Locatio Conductio“), Monika Stempkowski (Auszug aus der Dissertation „Grundlagen der Gefährlichkeitsprognose“), Stefan Potschka (Auszug aus der Dissertation „Leistungsbestimmung durch Dritte und ‚billiges Ermessen‘“), Maria Lee (Auszug aus der Dissertation „Wer braucht schon Frauenräume? – Das Anbieten von Gütern und Dienstleistungen getrennt nach Geschlechtern im Kontext der Debatte über die Aufhebung der Geschlechterkategorien“), Maria Sagmeister („Towards a Feminist Theory of Male Rape. Connecting Male Victimization to Vulnerability and Care“), Philipp Janig („Art 9 B-VG und subjektive Rechte Einzelner: Eine kritische Übersicht der Österreichischen Judikatur aus menschenrechtlicher Sicht“), Kevin Fredy Hinterberger („Der Arbeitsmarktzugang von Fremden mit Duldung oder Aufenthaltsberechtigung besonderer Schutz – Eine Analyse anhand des Sachlichkeitsgebots“) und Jennifer Capelare/Günther Schaunig („Strafbarkeit des tätlichen Angriffs auf Verkehrsbedienstete – Sozialethischer Tadel im Graubereich des Gleichheitssatzes oder: Anfang vom Ende von In-dubio-pro-libertate“).

Neben den ertragreichen Seminareinheiten blieb auch für allerlei sonstige Freuden viel Raum. So illustrierte die Zeit innerhalb der wohligen vier Wände wieder das hohe gruppendynamische Potenzial gemeinsamer „Entdeckerreisen“. Ob beim mittlerweile bewährten – und heuer besonders süße Überraschungen (Applaus für David Tritremmel!) bergenden – gemeinsamen Kochen, ob beim Skifahren oder gar in der Dorfdisko „Remise“: Die heiteren Erfahrungen zeigten, dass die wahre Besonderheit hinter dem Horizont eines jeden wissenschaftlichen Textes der Mensch hinter dem Text ist. 

Zu Gast beim Österreichischen Bundesheer: Sicherheitsdiskurse in Reichenau/Rax

Der schillernde Begriff „Versicherheitlichung“ bündelt multidimensionale Lebenswelten unserer Zeit: Nach dem deutschen Historiker Eckart Conze ist gesellschaftliche (Un)Sicherheit das Ergebnis einer kollektiven Wahrnehmung, die von verschiedenen AkteurInnen wie PolitikerInnen, der Zivilgesellschaft oder auch dem Militär geprägt wird. Auf Einladung des Österreichischen Bundesheers gewährten das Bundesheer und weitere in diesem Zusammenhang bedeutende Institutionen wie das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung sowie die Polizei den Fellows der Vienna Doctoral Academy im Rahmen eines zweitägigen Workshops exklusive Einblicke in Dimensionen gegenwärtiger Bedrohungslagen. Das Schloss Rothschild in Reichenau an der Rax bot dafür von 30. November bis 1. Dezember 2017 eine malerisch-frühwinterliche Kulisse. Als „unverzichtbare Sicherheitsfaktoren für Österreich“ betonten die hochrangigen Vertreter ihre gesamtgesellschaftlich prägende Rolle in interessanten Vorträgen.  

Die Absicht des Workshops formulierte Initiator Markus Reisner, Oberstleutnant des Generalstabs und selbst Fellow der Vienna Doctoral Academy, damit, bei JuristInnen ein besseres Verständnis für die Denkweise des Bundesheers zu fördern und dieses so vermehrt in der Mitte der Gesellschaft zu verankern. Ein in unterschiedlichen Vorträgen beleuchtetes – zentrales – Konzept war jenes der Sicherheitsstrategie: Welche Gefahrenkonstellationen sind denkbar und wie sind Bundesheer und Polizei im Ernstfall gerüstet? Terrorangriffe kamen dabei ebenso zur Sprache wie humanitäre Katastrophen aufgrund von Hochwasser oder die „Massenmigration“ des Jahres 2015. Die umfassende Vorbereitung auf stetig wandelbare Sicherheitslagen in Folge geopolitischer Umwälzungen wurde den Fellows anhand strategischer Planspiele vor Augen geführt.

Begleitet von geschulten Psychologen der militärischen Eliteeinheit Jagdkommando konnten die Teilnehmenden am Nachmittag schließlich beim Teambuilding die eigenen Grenzen austesten: Im neuschneebedeckten Reichenau traten zwei Gruppen auf einem Waldparcours miteinander in Wettstreit. Die komplizierten Rechenaufgaben, Worträtsel und Geschicklichkeitsübungen, die es unter Zeitdruck zu lösen galt, sorgten auch noch bei dem vom Bundesheer bereiteten Galadinner für heiteren Gesprächsstoff.

Am zweiten Tag vertieften sich die Fragen nach der Abgrenzung von militärischen und polizeilichen Befugnissen. Auch die Dotierung des Sicherheitsetats und das Verständnis vom Konzept der umfassenden Landesverteidigung standen im Mittelpunkt der Diskussion.

Als prägendste Eindrücke der beiden Seminartage werden den Teilnehmenden die persönlichen Einsatzberichte der Offiziere Karoline Resch, ebenfalls Fellow der Vienna Doctoral Academy und erste Frau im Generalstab, sowie Markus Reisner in Erinnerung bleiben: Die beiden Generalstabsoffiziere gewährten nicht nur eine Innensicht auf die Strukturen des Bundesheers, sondern problematisierten auch offen Probleme wie Sexismus und Rechtsextremismus in und außerhalb des Bundesheers. Auch die Konfrontierung mit Angst, Hoffnung und Verzweiflung der lokalen Bevölkerungen in Afrika und Asien im Rahmen von Auslandseinsätzen war Teil der bewegenden Erzählungen, die den Fellows im Gesamten eindrucksvoll vor Augen führten, welche umfassenden Folgen globale Sicherheitsinteressen und -konzepte zeitigen.  

1. Jour fixe der VDA "Communicating the Law" zum Thema “Law and Economics”

Am 6. Juni fand im Café Caspar der erste Jour fixe der VDA “Communicating the Law” statt. Bei entspannter Atmosphäre tauschten sich die Fellows über aktuelle Projekte und zukünftige Pläne aus, darunter etwa die Partizipation am Sommerdiskurs in Strobl am Wolfgangsee, die Einbindung von Alumnis und die Organisation einer gemeinsamen Tagung im nächsten Jahr.

Nach einem gemeinsamen Abendessen gab es von Mario Hössl einen inhaltlichen Impuls zum Thema „Law and Economics“. Vorgestellt wurde der Text „The Common Law Process and the Selection of Efficient Rules“ von George L. Priest. Die Hauptthese von Priests „Law and Economics“-Ansatz lautet, dass Rechtsordnungen durch einen Selektionsprozess immer effizienter werden – und zwar unabhängig davon, wie Gerichte entscheiden oder welche Gesetze erlassen werden.

Im Anschluss an die Präsentation moderierte Julian Pehm eine lebhafte Diskussion über die methodischen Grundlagen und dogmatischen Perspektiven von Priests Argumenten. Die Unterschiede von kontinentaleuropäischen und Common Law Rechtssystemen kamen dabei ebenso zur Sprache wie die theoretischen und praktischen Auswirkungen der Verwendung von zentralen ökonomischen Begriffe wie „Interesse“ und „Effizienz“ in der Rechtswissenschaft. Kritisch debattiert wurde vor allem die Anwendung ökonomischer Modelle auf das Recht: Diese bringen neue Aspekte zum Vorschein und machen Handlungsfelder sichtbar; zugleich verdecken sie den moralischen, politischen oder sozialen Gehalt von Regulierungsregimen.

Ein gelungener Einstand und spannender Kick-off für die nächsten Jours fixes, die von jetzt an mehrmals im Semester stattfinden werden.

Seminar/Socratics Session Haus im Ennstal: Teambuilding und Textkritik im Naturerlebnis

Umgeben von einzigartig winterlicher Naturlandschaft bestätigt das mittlerweile dritte Socratic der VDA den Erfolg des von den Fellows so begehrten Formates.

Von 8. bis 11. Januar 2017 bot sich einer Gruppe von Fellows der Vienna Doctoral Academy „Communicating the Law“ zum wiederholten Mal die willkommene Gelegenheit, die hauseigene Textgestaltung gegenüber einem diskussionsfreudigen Publikum zu erproben. Wie schon im Rahmen der ersten (Strobl am Wolfgangsee, August 2016) und zweiten (Universität Wien, November 2016) Session rezensierten jeweils zwei bis drei Fellows Manuskripte verschiedener rechtswissenschaftlicher Fachrichtungen mit teilweise ausgeprägter interdisziplinärer Ausrichtung. Nach weiteren Impulsen aus dem Plenum bekamen die jeweiligen Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, auf die reflektierten Kritiken zu replizieren.

Das breite inhaltliche Spektrum umfasste rassisch motivierte Ehetrennungen in der zivilrechtlichen Judikatur 1938 und 1939 (Victoria Stickelberger), Grenzen der Leistungsbestimmung durch eine dritte Person (Stefan Potschka), die Klärung einiger grundlegender Begriffe im europäischen Gleichheitsrecht (Maria Lee), völkerrechtliche und militärwissenschaftliche Grundfragen antiker Kriegsführung (Karoline Resch), mögliche Rechtsgrundlagen rund um das Überraschungsverbot im österreichischen Zivilprozess (Katharina Auernig) und Fragen zur Grundrechtsträgerschaft des ORF (Hannah Berger).

Nachdem bereits die gemeinsame Busanreise die Vorfreude auf eine gleichermaßen arbeits- und genussreiche Zeit geweckt hatte, brachte schon der erste Abend in dem zu Füßen des Dachsteins gelegenen charmanten Kolping-Ferienhaus die ideale Einstimmung auf die nächsten Tage. Nach der Besprechung von ersten Texten kam es darüber hinaus spätnachts zu einer einprägsamen Kontaktaufnahme mit einem einheimischen „Original“, der den überraschten Teilnehmenden – an Türen und Fenstern rüttelnd – seinen unbedingten Willen kundtat, dem (fortgesetzten) Genuss des Rebensaftes in der auserkorenen Heimstatt nachzukommen. Bereits am zweiten Tag durften alle Teilnehmenden ihre Fähigkeiten nicht nur im Rahmen weiterer Textbesprechungen, sondern dann auch auf den nahegelegenen Skipisten erproben. Der Abend fand seinen Ausklang bei Speis und Trank sowie eingehenden heiteren Diskussionen zur hiesigen Kolpinghaus-Bibliothek. Die Fortsetzung des wunderbaren Naturerlebnisses am Abschlusstag schließlich wurde von strahlendem Sonnenschein begleitet: Ob fahrend auf der Skipiste oder wandernd und laufend auf den herrlichen Wanderwegen – hier war für jeden etwas dabei. Das Abendprogramm mit Bowling und Gesellschaftsspielen bot eine allseits dankbar aufgenommene Gelegenheit sowohl zur Entspannung als auch zur Rückschau auf lehr- und ereignisreiche gemeinsame Seminartage im Herzen Österreichs.

 

Sokrates und die Badehose: Kritik und Analyse im innovativen Format

Erstes Socratic der Doctoral Academy „Communicating the Law“ fand im Rahmen des Sommerdiskurses in Strobl am Wolfgangsee statt.

Als Hebammenkunst (Mäeutik) bezeichnete Sokrates in Platons Dialogen die Methode, mit der er den richtigen Gedanken im Gespräch zur Geburt verhalf. In moderner Form wurde diese philosophische Konversationstechnik im Format der Socratics der VDA „Communicating the Law“ am 3. August in Strobl am Wolfgangsee wiederbelebt. Dabei rezensierten jeweils zwei bis drei Fellows die sechs Manuskripte, die von ihren Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung gestellt wurden. Nach diesen kurzen Impulsen bekam das Plenum das Wort, um den Text zu kritisieren, aber auch zu loben. In einer Schlussbemerkung konnte die Autorin oder der Autor Stellung zu den aufgeworfenen Fragen, Anregungen und Einwänden beziehen.

Die Auswahl der Texte, die vorwiegend aus den Dissertationsprojekten der Fellows stammten, reichte von der Frage nach dem auf den Schiedsrichtervertrag anwendbaren Recht (Antonia Cermak), dem holistischem Konzept des Anwendungsvorrangs des Unionsrechts (Philipp Mörth) über mögliche Entwicklungen im Bereich der Umwelthaftung (Stephanie Nitsch), dem postmortalen Persönlichkeitsschutz (Joachim Pierer) bis hin zu völkerrechtlichen Fragen zum Einsatz von Drohnen (Markus Reisner) und der Rolle des demokratischen Grundprinzips des B-VG in einer wehrhaften Demokratie (Ulrich Wagrandl).

Nachdem die zum Teil hitzigen Diskussionen am Nachmittag ein Ende gefunden hatten, konnte noch kurz die Badehose ausgepackt werden, um vor dem Beginn des Sommerdiskurses „Bewegungsräume - Mobilität, Innovation und Ethik der Forschung“ (3. bis 5. August) am Abend noch kurz eine Abkühlung zu finden. Die Fellows der Doctoral Academy waren neben namhaften Vertretern und Vertreterinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik als Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum 9. Sommerdiskurs der Sommerhochschule der Universität Wien eingeladen.

Das Programm des Sommerdiskurses 2016 finden Sie unter: http://shs.univie.ac.at/content/site/shs/sommerdiskurs/home/index.html

Die Fellows der VDA „Communicating the Law“ finden Sie unter: https://vd.univie.ac.at/vienna-doctoral-academies/communicating-the-law/fellows/

Erstes Redaktionstreffen des neuen Law Journals der Universität Wien

Die Universität Wien startet ein englischsprachiges online open-access journal am Juridicum. Besonders die Forschungsergebnisse von NachwuchswissenschafterInnen im Bereich der Rechtswissenschaften an der Universität Wien sollen auf diese Weise einer internationalen Öffentlichkeit näher gebracht werden. Mit einem peer review Verfahren durch die Fellows der Doctoral Academy „Communicating the Law“ wie auch durch namhafte externe und internationale peers soll eine hohe Qualität der Beiträge sichergestellt werden. Die erste Ausgabe wird noch dieses Jahr erscheinen. Neben wissenschaftlichen Fachbeiträgen werden auch kritische Buchbesprechungen und Tagungsberichte publiziert und über die online Plattform zugänglich gemacht.

Die Redaktionsmitglieder Hannah Berger, Paul Hahnenkamp, Mario Hössl, Maria Lee-Nowotny, Stephanie Nitsch, Joachim Pierer, und Günther Schaunig sind DoktorandInnen aus dem Kreis der Doctoral Academy und werden unterstützt von der VDA Koordinatorin Caterina Maria Grasl.

Kick-off für die Doctoral Academy „Communicating the Law“

Die Doctoral Academy „Communicating the Law – Innovative Approaches to Law and Society“ startete am 30. Mai mit einem Kick-off Event in Göttlesbrunn (NÖ). Die dreißig Fellows setzen sich aus Doktorandinnen und Doktoranden der verschiedenen rechtswissenschaftlichen sowie eng verwandten Disziplinen zusammen.

Bei der Veranstaltung lernten die Fellows in entspannter Atmosphäre einander ebenso wie den Sprecher der Doctoral Academy Univ.-Prof. Dr. Franz Stefan Meissel, ao. Univ.-Prof.in Dr.in Michaela Windisch-Graetz vom Steering Committee und Koordinatorin Dr.in Caterina Grasl kennen. Neben einer gelösten Vorstellungsrunde gab es einen Austausch über die künftigen Tätigkeiten der Doctoral Academy.

Besonderen Wert wollen die Fellows dabei auf die Förderung fremdsprachiger Fertigkeiten mit Publikations- und Vortragsmöglichkeiten legen. Zudem besteht großes Interesse an fächerübergreifenden Dialogen der Fellows untereinander und gegenseitigen Erfahrungsaustausch über die Herausforderungen wissenschaftlichen Arbeitens.

Zur Unterstützung dieser Ziele ist als erste Aktivität am 22. Juni und 13. Juli der Workshop "Legal Research, Writing, and Publishing: the Anglo-American Approach" mit Prof. Dr. Andreas Schloenhardt von der University of Queensland geplant.

Vom 3.-5. August findet das erste „Socratic“ Treffen im Rahmen des Sommerdiskurses in Strobl am Wolfgangsee statt, bei dem die Fellows eigene Manuskripte gegenseitig kritisch kommentieren und diskutieren.

Die zentralen Anliegen der Doctoral Academy sind die Förderung von Jungwissenschafterinnen und Jungwissenschaftern durch interdisziplinären Austausch, Weiterbildungsangebote für Lehre und soft skills, regelmäßige Workshops sowie Vernetzung. Darüber hinaus soll herausragende rechtswissenschaftliche Nachwuchsforschung an der Universität Wien auch international besser sichtbar gemacht werden. Wesentlich dazu beitragen wird ein neues und von Fellows der Doctoral Academy geführtes englischsprachiges Open Access Law Journal, dessen erste Ausgabe für diesen Herbst geplant ist.

Ausgeklungen ist das Kick-off Event bei einem lauen Frühlingsabend in Göttlesbrunn mit einem gemeinsamen Heurigenbesuch.